Förderungsmöglichkeiten für Wohngebäude

Die energetische Sanierung von Wohngebäuden wird in Deutschland durch eine Vielzahl von Förderprogrammen unterstützt. Diese Maßnahmen sind nicht nur eine Chance zur Senkung der Energiekosten, sondern tragen auch zur Reduzierung der CO₂-Emissionen bei. Hier finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Fördermöglichkeiten für Wohngebäude.

1. KfW-Programme (Kreditanstalt für Wiederaufbau)

Die KfW bietet verschiedene Förderprogramme für private Hausbesitzer und Wohnungseigentümergemeinschaften an, um die Energieeffizienz von Wohngebäuden zu verbessern:

Förderung für private Immobilien Eigentum neu bauen oder kaufen

Sie wollen ein neues Haus oder eine neue Eigen­tums­wohnung bauen oder kaufen? Dann können Sie für Ihr Vor­haben Kredite zu günstigen Kon­ditionen er­halten – vor allem, wenn Ihre neue Immo­bilie be­sonders klima­freundlich ist.

Die KfW fördert den Bau und Kauf neuer Immobilien

  • mit und ohne spezielle Anforderungen an die Energie­effizienz und Nach­haltigkeit
  • mit und ohne Selbst­nutzung
  • für selbst­nutzende Familien mit besonders günstigen Konditionen

Erfahren Sie, was an Förderungen für Sie möglich ist und welche Förderungen miteinander kombiniert werden können – die Details des benötigten Gesamt­kredits besprechen Sie dann mit Ihrer Hausbank oder Ihrem Finanzierungs­partner.

Energieeffizient sanieren

Sie möchten auf erneuer­bare Energien setzen und Ihre Heiz­kosten senken? Dann können Sie unter anderem unsere Heizungs­förderung nutzen und Ihr Zuhause zu einem Effizienz­haus sanieren.

Bestehende Immobilie kaufen

Ganz gleich ob Haus oder Wohnung: Auch für Ihren Immobilienkauf können Sie Förder­mittel erhalten.

Barrieren reduzieren

Modernisieren Sie Ihr Zuhause und bauen Sie Barrieren ab – finanziert mit günstigen Förder­mitteln.

Vor Einbruch schützen

Erhöhen Sie Ihre Sicher­heit zu Hause und nutzen Sie die Förder­mittel der KfW.

Smart Home einrichten

Steuern Sie Ihr Eigen­heim mit intelligenter Technik und nutzen Sie Förder­mittel für den Einbau.

Wohnraum erweitern

Wir fördern Sie bei der Er­weiterung bestehender Wohn­gebäude, z. B. durch einen An- oder Ausbau.

Dieser Text stammt von der Website www.kfw.de

Vorteile:

  • Günstige Kredite und Tilgungszuschüsse
  • Förderung umfassender Sanierungsmaßnahmen
  • Einfache Antragstellung

2. BAFA-Förderung (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle)

Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle

Gefördert werden Einzelmaßnahmen an Bestandsgebäuden, deren Bauantrag beziehungsweise Bauanzeige zum Zeitpunkt der Antragstellung mindestens fünf Jahre zurückliegt. Zu den Wohngebäuden gehören auch Wohn-, Alten- und Pflegeheime und ähnliche Einrichtungen

Anlagentechnik (außer Heizung)

Gefördert wird der Einbau von Anlagentechnik in Bestandsgebäuden zur Erhöhung der Energieeffizienz des Gebäudes, wie beispielsweise einer energieeffizienten raumlufttechnischen Anlage.

Anlagen zur Wärmeerzeugung (Heizungstechnik)

Gefördert wird die Errichtung, der Umbau oder die Erweiterung eines Gebäudenetzes, sofern die Wärmeerzeugung, mit der das Gebäudenetz gespeist wird, nach Durchführung der Maßnahme zu mindestens 65 % aus Anlagen nach BEG EM TMA Nummern 3.2 bis 3.7 und/oder unvermeidbarer Abwärme erfolgt.

Heizungsoptimierung

Gefördert wird die Optimierung von Heizungsanlagen, die älter als zwei und bei mit fossilen Brennstoffen betriebenen Heizungsanlagen nicht älter als zwanzig Jahre sind. Ziel ist es die Energieeffizienz der Anlagen zu erhöhen, beispielsweise mit hydraulischem Abgleich oder Austausch der Heizungspumpe.
NEU: Gefördert werden Maßnahmen zur Reduzierung der Staubemissionen (mindestens 80 %) von Feuerungsanlagen für feste Biomasse mit einer Nennwärmeleistung von 4 Kilowatt oder mehr, die älter als zwei Jahre sind, ausgenommen Einzelraumfeuerungsanlagen.

Fachplanung und Baubegleitung

Gefördert werden energetische Fachplanungs- und Baubegleitungsleistungen im Zusammenhang mit der Umsetzung von geförderten Maßnahmen im Sinne dieses Förderprogramms.

Dieser Text stammt von der Website www.bafa.de

Vorteile:

  • Direkte Zuschüsse für Heizsysteme
  • Unterstützung bei der Umstellung auf erneuerbare Energien
  • Vereinfachte Antragstellung online

3. Steuerliche Förderung für energetische Sanierungen

Seit 2020 gibt es eine steuerliche Förderung für private Hausbesitzer, die energetische Sanierungsmaßnahmen durchführen. Dazu gehören Maßnahmen wie:

  • Dämmung von Fassaden und Dächern
  • Austausch von Fenstern und Türen
  • Modernisierung der Heizungsanlage

Hausbesitzer können 20 % der Kosten über drei Jahre verteilt von der Steuer absetzen.

Vorteile:

  • Steuerliche Entlastung über einen Zeitraum von drei Jahren
  • Flexibilität bei der Wahl der Sanierungsmaßnahmen
  • Keine direkte Antragstellung erforderlich, die Kosten werden direkt von der Steuer abgesetzt

4. Energieberatung und Audits

Für Eigentümer, die nicht sicher sind, welche Sanierungsmaßnahmen am meisten Einsparungen bringen, gibt es staatlich geförderte Energieberatungen:

  • Energieberatung für Wohngebäude: Zuschüsse für eine professionelle Energieberatung, die aufzeigt, wie das Gebäude energetisch optimiert werden kann.
  • Energieausweise und -audits: Zuschüsse für die Erstellung von Energieausweisen oder die Durchführung von detaillierten Energieaudits.

Vorteile:

  • Fachliche Beratung zu Einsparpotenzialen
  • Hilfestellung bei der Auswahl geeigneter Maßnahmen
  • Vorbereitung auf Förderanträge

5. Förderung für erneuerbare Energien

Für Hausbesitzer, die auf erneuerbare Energien setzen möchten, gibt es Förderungen für die Installation von:

  • Photovoltaikanlagen: Zuschüsse für die Installation von Solarstromanlagen, die überschüssige Energie ins Netz einspeisen können.
  • Solarthermie: Förderungen für Solaranlagen zur Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung.

Vorteile:

  • Langfristige Einsparungen bei den Energiekosten
  • Möglichkeit zur Einspeisung von Strom ins öffentliche Netz
  • Finanzielle Unterstützung für die Installation

6. Landes- und regionale Förderprogramme

Neben den bundesweiten Programmen gibt es auch regionale Fördermöglichkeiten, die von Bundesländern oder Kommunen angeboten werden. Diese Programme können besonders für Eigentümer von älteren Gebäuden von Interesse sein. Die Angebote variieren je nach Region und können Zuschüsse oder zinsgünstige Darlehen umfassen.

Vorteile:

  • Regionale Unterstützung
  • Lokale Angebote mit speziellen Förderbedingungen
  • Häufig einfachere Antragsverfahren

Fazit

Die Förderung der energetischen Sanierung von Wohngebäuden bietet zahlreiche Chancen, sowohl die eigenen Energiekosten zu senken als auch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Von zinsgünstigen Krediten über direkte Zuschüsse bis hin zu steuerlichen Vorteilen gibt es viele Möglichkeiten, von den staatlichen Programmen zu profitieren. Hausbesitzer sollten sich frühzeitig informieren und die passenden Förderungen nutzen, um ihre Gebäude energieeffizienter zu machen.

Für weitere Informationen oder eine individuelle Beratung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung!


Dieser Artikel bietet Ihnen einen kompakten Überblick über die wichtigsten Fördermöglichkeiten für Wohngebäude. Nutzen Sie die Chance, Ihr Zuhause nachhaltig zu verbessern und von den Förderungen zu profitieren!